Die KVHS in Norden hat in Ihrem Projekten „Berufsorientierung in überbetrieblichen Bildungsstätten“ Fachbereich Floristik Original Mönch und Nonne Ziegel eingesetzt.
Die Schüler hatten unter anderem mit den Produkt Mönch und Nonne die Möglichkeit gestalterisch tätig zu werden.
aus der Pressemitteilung der KVHS Norden:
Projekt „Berufsorientierung in überbetrieblichen Bildungsstätten“
Der Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf gestaltet sich für junge Leute nicht einfach. Berufswahl und Lebensplanung werden auf Grund der möglichen und zu erwartenden Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt immer schwieriger. Die eigenen Interessen, Möglichkeiten und Fähigkeiten müssen mit den Anforderungen, Zukunftsaussichten und Arbeitsmarktchancen eines Berufes in Einklang gebracht werden. Oftmals haben Schüler/innen Probleme, dies ohne entsprechende Hilfe zu realisieren. Aus diesem Grund sollte frühzeitig mit einer qualifizierten Sensibilisierung für dieses Thema und einer systematisierten Berufsorientierung begonnen werden.
Die Kreisvolkshochschule Norden (KVHS) kann in diesem Bereich auf langjährige und vielfältige Erfahrungen zurückgreifen und bietet seit Anfang des Jahres das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt zur „Berufsorientierung in überbetrieblichen Berufsbildungsstätten“ an, um die Schüler/innen beim Übergang von der Schule in den Beruf zu unterstützen.
Das Konzept der KVHS stütz sich auf die Instrumente der berufsübergreifenden Kompetenzfeststellung im Assessment-Center, Berufsplanung mit System (Life-Work-Planning) und praktische Berufsfelderkundungen.
Ziel dieses Projektes ist eine frühzeitige und umfassende berufliche Orientierung, die durch Praxisbezogenheit und Systematik geprägt ist, um den Schülern ab der 8. Klasse den Übergang in die Berufsausbildung zu erleichtern und die Chancen auf einen Ausbildungsplatz zu verbessern.
Der berufs- und ausbildungsnahe Charakter des Projektes beginnt bereits mit dem „Vertrag“, den jeder/jede Schüler/in im Vorfeld mit der KVHS schließt. Verstöße gegen die Pflichten führen wie im wahren Arbeitsleben zu Er- und Abmahnungen bis hin zum Ausschluss vom Projekt. Vorgekommen ist dies in der Vergangenheit nicht. Gerade in der Praxis zeigten sich die Schüler/innen sehr engagiert und wissbegierig.
Die Schüler/innen erkunden in dem zweiwöchigen Vollzeitprojekt sieben verschiedene Berufsfelder, die durch den Ausbildungs-, Umschulungs- und Werkstattbetrieb der KVHS vorgehalten werden.
Im Rahmen des Gender-Mainstreaming müssen alle Schüler das gleiche Programm durchlaufen. Sie probieren sich also geschlechtsunspezifisch in sowohl „Jungen“- als auch „Mädchen“-Berufen aus.
Die Praxisanleiter/innen haben für die jeweils eintägigen Arbeitsproben individuelle Programme ausgearbeitet, die einen umfassenden Einblick in das Berufsfeld geben. Dazu gehören neben den praktischen Erfahrungen, auch Kenntnisse über die schulischen Anforderungen, die im Rahmen der Ausbildung auf die Schüler/innen zukommen. So wird z.B. Mathematik plötzlich „greifbar“.
Zudem werden umfassende Informationen zu den Aufstiegschancen, der regionale und überregionale Ausbildungsplatzsituation, den Stellenprofilen und möglichen Bewerbungsstrategien gegeben.
Gemeinsam mit den Eindrücken die im Assessment-Center gewonnen werden, ergibt sich für jeden/jede Schüler/in ein individuelles Bild der eigenen Fähigkeiten, die in einem Profiling festgehalten werden. Hier wird auch verdeutlicht, wie weit der/die Schüler/in in Bezug auf eine allgemeine Ausbildungsreife ist. Dieser Begriff wurde vorab durch eine Fragebogenaktion in den Betrieben in Norden und Umgebung eigens definiert.
Die im Assessment-Center und in der Praxis von geschulten Beobachtern festgestellten Stärken, werden im anschließenden Modul „Berufsplanung mit System“ aufgegriffen.
Die Methodik basiert auf der des „Life-Work-Planning“ und geht davon aus, dass Menschen, die über ihre Stärken Bescheid wissen und diese darstellen können, wesentlich bessere Chancen auf eine erfolgreiche Berufswegeplanung haben.
Zentraler Punkt sind die persönlichen Eigenschaften, die für die Unternehmen bei der Wahl eines/einer Auszubildenden immer mehr an Bedeutung gewinnen. Festgestellte Defizite werden angesprochen und gemeinsam entsprechende Lösungswege erarbeitet, die in der Schule umgesetzt werden können.
Zudem werden in der Berufsplanung mit System die Ergebnisse des Assessment-Centers, die auf einer Fremdeinschätzung durch die Assessoren basieren, mit der qualifiziert erarbeiteten Selbsteinschätzung, als Einheit dieses Moduls, abgeglichen.
Über den Berufsorientierungs-Auftrag hinaus, werden die Schüler/innen in diesem Projekt auf das Berufsleben vorbereitet. Dazu gehört schon das tägliche Erreichen der KVHS-Werkstätten, der Umgang mit den MitarbeiterInnen, das gemeinsame Mittagessen und das Einhalten von ausbildungsrelevanten Verhaltensregeln, die sich tlw. vom Schulalltag unterscheiden. Bei vielen Schülern ist innerhalb des zweiwöchigen Aufenthaltes in der KVHS eine deutliche Veränderung im Auftreten und Benehmen festzustellen.
Die gewonnenen Erkenntnisse bezüglich der Fähigkeiten der Schüler/innen werden in einem individuellen Profiling-Zeugnis festgehalten, welches einer Bewerbungsmappe beigelegt werden kann.
Um eine Nachhaltigkeit zur gewährleisten, werden mit den Schülern/innen, Eltern und Lehrer/innen Abschlussgespräche durchgeführt und gemeinsame individuelle Berufsintegrationspläne erstellt.
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